Frauen meistern vielfältigste Aufgaben in der Landwirtschaft. Warum sollten sie nicht auch in den Entscheidungsprozess miteinbezogen werden?
Die örtliche Höfekommission besteht aus drei Mitgliedern. Wenn dabei ein Sitz den Frauen vorbehalten ist, ist das keine Radikalkur, sondern ein Schritt hin zur Chancengleichheit für die Frauen. Die grüne Landtagsabgeordnete Cristina Kury drückt ihre Genugtuung darüber aus, dass der Landtag - gegen den Willen einiger Männer, aber mit der Unterstützung der Frauen - den von ihr eingebrachten Antrag angenommen hat. Wenn Landesrat Berger darauf mit der Drohung reagiert, Höfekommissionen nun kommissarisch verwalten zu lassen, hat er die Zeichen der Zeit offensichtlich nicht ganz verstanden: Die Frauen, die in der Landwirtschaft die vielfältigsten Aufgaben meistern, sind sicherlich genauso wie das männliche Geschlecht in der Lage, in den Kommissionen Entscheidungen zu treffen, die sich letztendlich auch auf ihr Leben auswirken.
Cristina Kury
Bozen, den 13. November 2001