Die Bilder des Frauenlaufs in Meran vom 8. Juni 2002


06.04.2002

Pressemitteilung

Südtirol Marathon: Gleicher Lohn für gleichwertige Leistung?

In der Arbeitswelt liegen die Löhne der Frauen nach wie vor etwa 30% unter denen der Männer. Im Vergleich zum Sport scheint das aber noch eine Kleinigkeit. Bestes Beispiel für die Diskriminierung der Frauen im Sport ist der 9. Südtirol Marathon, der am Wochenende in Bozen stattfand: Der beste Läufer konnte sich über ein Preisgeld von 2.600 Euro freuen - die beste Läuferin erhielt 1.600 Euro, also um 38% weniger. Wenn wir bedenken, dass sowohl Profisportler als auch Profisportlerinnen von den Preisgeldern leben müssen und wohl gleich viel Zeit in ihr Training, also ihren Beruf, investieren, ist diese unterschiedliche Behandlung nicht nachvollziehbar.

Doch auch die Südtiroler Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden unterschiedlich behandelt: So gab es für den besten Südtiroler, der Platz 5 belegte, einen Preis und viel Lob in den Medien, die beste Südtirolerin hingegen, die immerhin Platz 4 belegte, ging leer aus und auch in der Berichterstattung kam sie kaum vor.

Für das Frauenforum
Klaudia Resch
Gabriella Vianello Nardelli


04.04.2001

Pressemitteilung

Frauenforum unterstützt Forderungen für Schaffung von Wohnmöglichkeiten für ausländische Arbeiterinnen.

Seit Jahren kommen sämtliche Wirtschaftszweige in Südtirol ohne ausländische Arbeitskräfte nicht mehr aus. 43% dieser Arbeitskräfte sind Frauen. Diese trifft die Wohnungsnot besonders hart. Man denke an die Gefahren, denen besonders eine junge Frau ausgesetzt ist, wenn sie am Bahnhof, im Park oder sonst irgendwo im Freien übernachten muß. Sie arbeiten bei weitem nicht immer dort, wo die Arbeit mit der Unterkunft gekoppelt ist wie bei Haushaltshilfen, Altenbetreuerinnen oder oft im Gastgewerbe. Und selbst da lauert die Gefahr, gerade durch diese Abhängigkeit, von heute auf morgen obdachlos zu sein. In ganz vielen anderen Berufen wird eine Unterkunft nicht gewährleistet z.B. bei Reinigungsfirmen, Großküchen, Obst- und anderen Magazinen, die Liste wäre noch lang.

Das Frauenforum wird sich deshalb in Zukunft vermehrt für diese Frauen einsetzen und unermüdlich auf die Schaffung bzw. Errichtung von Unterkunftsmöglichkeiten, sei es in der Form einer kleinen Frauenpension oder eines Wohnheims, drängen.


14.02.2001

Pressemitteilung

Einrichtung einer Unterhaltsvorschussstelle

Das Frauenforum stellt mit Genugtuung fest, dass nun auch in Bozen der Gemeinderat mit großer Mehrheit für die Einrichtung einer Unterhaltsvorschussstelle gestimmt hat.

Nachdem Meran in dieser Frage mit gutem Beispiel vorangegangen ist, hat das Frauenforum den übrigen Städten in unserem Lande einen solchen Schritt zur Nachahmung wärmstens empfohlen.

Wie der Beschluss von Bozen gezeigt hat, erkennen immer mehr Politiker/innen die Notwendigkeit einer solchen Einrichtung. Das Frauenforum fordert, dass endlich auch auf Landesebene die Einrichtung einer solchen Stelle befürwortet wird.


19.12.2000

Pressemitteilung

Klausurtagung des Frauenforums

Am Samstag, den 2. Dezember 2000 hat sich das Frauenforum zu seiner jährlichen Klausurtagung in Bozen getroffen. Vorrangige Themen waren die erreichten Ziele des letzten Jahres, vorhandene Ressourcen und neue Projekte für das kommende Arbeitsjahr.

Das Frauenforum wird die Vernetzung mit anderen Organisationen fortführen und vertiefen, damit der Einsatz für frauenspezifische Anliegen verstärkt wird.

Die Themen Prostitution, Frauen in sogenannten Männerberufe, gesetzliche Bestimmungen zur sozialen Absicherung der Frauen sind u. a. einige Punkte im Arbeitsjahr 2001. Auch für das Projekt "Unterhaltsvorschußstelle" soll, in Zusammenarbeit mit allen Organisationen, politisch geworben werden.

Die seit kurzem erstellte Homepage des Frauenforums, www.frauenforumdonne.it bietet den Frauen und Frauenorganisationen im Lande eine neue unkomplizierte Möglichkeit Informationen auszutauschen und am "Netzwerk" weiterzuspinnen, e-mail: info@frauenforumdonne.it

Beim letzten Plenum wurde auch das neue Koordinierungskomitee für das Jahr 2001 gewählt; Mitglieder sind: Hedwig Zelger Seidner als Koordinatorin; Gabriella Vianello Nardelli und Sabine Foraboschi als Stellvertreterinnen sowie Brigitte Gläßer Hainz und Petra Jaider.


Bozen, am 30.11.2000

Pressemitteilung

Eltern sind nicht nur Mütter!

Darf eine Gesellschaft, die den Geburtenrückgang in der ansässigen Bevölkerung "bedauert", die Augen vor den verschiedenen Gründen dafür verschließen?

Das frauenforum - forum delle donne - forum dles ëres möchte hiermit zumindest EINEN Übelstand aufzeigen und Frauen wie Männer zum Nachdenken darüber auffordern!

Wir setzen voraus, dass für den Geburtenrückgang unter anderem auch die Unbeständigkeit der Partnerschaften eine wichtige Rolle spielt. Es ist die Angst vor dem "Risiko", die bange Frage, was die Kinder - und häufig auch ihre Mütter - danach (nämlich nach Trennung und/oder Scheidung) erwartet. Obwohl das Gesetz beide Elternteile verpflichtet, den Unterhalt ihrer Kinder nach jeweiliger Möglichkeit sicherzustellen, scheinen sich doch viele nicht daran zu halten. Oft sind es Väter, die das Wohlbefinden ihrer Nachkommen wenig oder gar nicht berührt. Sie setzen sich über die an sie gerichteten Unterhaltsforderungen hinweg und beeinträchtigen auf diese Weise die gesunde Entwicklung ihrer eigenen Kinder. Der andere Elternteil - oft die Mutter - trägt zur psychischen und physischen Last auch noch die finanzielle.

Wird der Betrag für den Unterhalt nicht vollständig, nicht pünktlich oder gar nicht bezahlt, so drängt (M)man(n) den fürsorgenden Elternteil in die Rolle einer lästigen Mahnerin, einer gedemütigten Bittstellerin, einer Resignierenden. Wie viele der um die Unterhaltszahlungen Betrogenen gehen den Weg der endlosen, kostspieligen, zeitraubenden Gerichtsinstanzen zu Ende?

Die Lösung kann nur lauten: Die Öffentlichkeit muss die Unterhaltsansprüche der Kinder durchsetzen! Die Öffentlichkeit muss bei der heutigen "Ellbogenmoral" für das Recht dieser Kinder (und eventuell auch der Ehepartner) eintreten! Die öffentliche Unterhaltsvorschuss-Stelle ist dringend umzusetzen! Niemand soll sich länger aus seiner Verantwortung stehlen dürfen. Politiker und Politikerinnen handelt!

Für das Frauenforum
Gertrud Grašic Moroder
Gabriella Vianello Nardelli