21.11.2000
Pressemitteilung der KVW-Frauen
KVW Frauen fordern Unterhaltsvorschussstelle
Die Frauen im KVW sind bestürzt über die unwahren Aussagen, die der SVP Fraktionssprecher Walter Baumgartner in der Sendung "Pro und Contra" getätigt hat.
Die Behauptung, jede Frau, deren Partner für den Unterhalt des Kindes nicht aufkommt, würde von der Provinz Bozen schnell und unbürokratisch 1.250.000 Lire im Monat erhalten, ist eine absolute Fehlinformation und eine Beleidigung all jener Frauen, die ohne öffentliche Unterstützung das Fehlverhalten ihrer Partner ausbaden müssen.
Die KVW Frauen würden sich wünschen, dass anstatt Fehlinformationen weiterzugeben, alle Politikerinnen und Politiker das Anliegen der Errichtung einer Unterhaltsvorschussstelle tatkräftig unterstützen und vorantreiben.
Die Frauen im KVW betonen an dieser Stelle noch einmal, dass sie die Errichtung einer Unterhaltsvorschussstelle nach dem Vorschlag des Landesbeirates für Chancengleichheit unterstützen. Eine solche Einrichtung ist dringend notwendig, damit die zahlreichen Alleinerziehenden mit ihren Kindern nicht zu Sozialfällen werden.
Es kann und darf nicht der richtige Weg sein, die Vernachlässigung der Fürsorgepflichten von seiten der Väter durch die Erweiterung der Sozialhilfe auszugleichen. Es sollen die Väter zur Verantwortung gerufen und nicht die Frauen zu Bittstellerinnen gemacht werden.
Edith Windegger
KVW Frauen